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Anne-Kathrin Gerlieb
Doktorand:in bei Prof.in Dr. Nina Zahner
CV
10/2009 – 02/2013
Master of Arts, Kunstgeschichte und Bildwissenschaft
Friedrich-Schiller-Universität Jena
2010
Forschungspraktikum in der Bibliothek, Kunsthistorisches Institut, Max-Planck-Institut, Florenz
09/2011 – 03/2012
Forschungsaufenthalt an der La Sapienza, Universität, Rom (Italien)
2012
Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Verena Krieger
Friedrich-Schiller-Universität Jena
02/2019 – 01/2021
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), Universität Münster bei Prof. Dr. Bernd Holznagel LL.M.
seit 2022
Promotionsstipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
seit 10/2022
Akademische Mitarbeiterin, Fachhochschule Potsdam
Forschungsprojekt: „Wissenschaftlerinnen in die Medien: Chancen und Herausforderungen für Frauen durch die digitale Erweiterung klassischer Wissenschaftskommunikation“ (BMBF)
seit 2023
Promotion an der Kunstakademie Düsseldorf
seit 10/2025
Stellvertretende Vorsitzende Ethikkommission an der Fachhochschule Potsdam
Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Promotionsabschlussförderung an der Fachhochschule Potsdam
seit April 2026
Mitarbeiterin bei VEStOR (Prof. Dr. Ellen Euler) an der Fachhochschule Potsdam
Arbeitsschwerpunkte
Kunst- und Kunstmarktsoziologie
Soziologie des Digitalen und Plattformökonomien
Ungleichheits- und Geschlechterforschung
Soziologische Theorie
Wissenschaftskommunikation
Veröffentlichungen
Ackermann, Judith, Anne-Kathrin Gerlieb und Anna-Sophie Barbutev (Hrsg.)(2025): Wissenschaftskommunikation und Gender: Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen in sozialen und klassischen Medien. Transcript Verlag.
Gerlieb, Anne-Kathrin, Anna-Sophie Barbutev und Judith Ackermann (2025): Sichtbarkeit ist nicht genug: Zur Geschlechterdimension von Wissenschaftskommunikation. In: Ackermann, J./Gerlieb, A./Barbutev, A. (Hrsg.): Wissenschaftskommunikation und Gender: Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen in sozialen und klassischen Medien. Transcript Verlag. 9-23.
Gerlieb, Anne-Kathrin und Anna-Sophie Barbutev (2025): Wissenschaft und Medien im Dialog: Eine qualitative Untersuchung der Erfahrungen von Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen in der Wissenschaftskommunikation. In: Ackermann, J./Gerlieb, A./Barbutev, A. (Hrsg.): Wissenschaftskommunikation und Gender: Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen in sozialen und klassischen Medien. Transcript Verlag. 193-209.
Gerlieb, Anne-Kathrin, Anna-Sophie Barbutev und Judith Ackermann(2025): Wissenschaftlerinnen vernetzen, stärken, zeigen: Social Media Erfahrungen aus dem Projekt @dieWissenschaftlerinnen. In: Ackermann, J./Gerlieb, A./Barbutev, A. (Hrsg.): Wissenschaftskommunikation und Gender: Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen in sozialen und klassischen Medien. Transcript Verlag. 297-304.
Gerlieb, Anne-Kathrin (2024): Weibliche Stimmen aus der Wissenschaft: Eine Interviewstudie zur Erfahrung von Wissenschaftlerinnen mit Journalistinnen*. In: Die Wissenschaftlerinnen. Online lesen
Gerlieb, Anne (2024): Hier gibt es keine Nazis. Rezension zu Anne Rabes „Die Möglichkeit von Glück“. In: Freiraum, 03/2024.
Ackermann, Judith, Anna-Sophie Barbutev, und Anne-Kathrin Gerlieb (2023): Frauen in der Wissenschaft sichtbarer machen – so kann es gelingen. De Gruyter Blog, 9. Februar 2023.
Gerlieb, Anne (2023): Pas de Deux – How duets and artist cooperation’s creating a new digital artistic practice. In: Chrabieh, Pamela (Hrsg.): Culture and Digital Transformation. Dar al-Kalima University Press.
Gerlieb, Anne (2021): TikTok as a New Player in the Contemporary Arts Market. In: Arts 10(3), 52. DOI: 10.3390/arts10030052.
Dr. Bender, Gunnar & Gerlieb, Anne (Hrsg.) (2020): Innovation durch Diversität. Über die Kunst, das Neue auszuhalten. Quadriga Verlag.
Gerlieb, Anne (2019): Warum uns dieses Buch den Donnerhall der Zukunft hören lässt. Rezension zu: Georg Milde, In Transformationsgewittern. In: Huffington Post, 12.03.2019.
Abstract
Art Beyond the Canon #feministartists: Discrimination, Social Media, and the Establishment of Female Artists in the Contemporary Art Market
Weiblich gelesene Künstlerinnen erfahren trotz paritätischem Zugang zu Kunstakademien weiterhin Diskriminierung und Exklusion. Bereits in den ersten Jahren nach dem Abschluss zeigt sich diesen geringerer Ausstellungsbeteiligung und niedrigeren Marktpreisen. Ultra-contemporary Künstlerinnen (unter 40 Jahren) suchen daher über Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok mediale Sichtbarkeit und knüpfen Kontakte zu einer neuen Generation von Sammler*innen. Viele nutzen das Hashtag #feministartist als Teil ihrer digitalen Selbstdarstellung. Diese Dissertation untersucht, wie sich Künstlerinnen abseits des traditionellen Kunstmarkts positionieren und welchen Einfluss Social Media auf ihre künstlerische Produktion hat. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie nehmen ultra-contemporary artists Diskriminierungs- und Exklusionsmechanismen wahr, wie gehen sie damit um und wie beeinflusst Social Media ihre Arbeit? Die Mikrostudie kombiniert narrative Interviews mit Künstlerinnen und Sammler*innen aus Deutschland mit einer Social-Media-Analyse zentraler Akteure. Methodologisch wird mit der Grounded Theory gearbeitet, sensibilisiert durch Latours Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) und die Dispositivanalyse nach Bührmann. Ziel ist eine induktive Analyse der durch digitale Plattformen geformten Dynamiken und Machtverhältnisse. Zudem werden im Sinne des Doing Gender-Ansatzes (Gildemeister 1992, 2004) (feministische) Strategien im künstlerischen Produktionsprozess sowie Narrative zur Subjektivierung künstlerischer Identität untersucht. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Erforschung der Auswirkungen digitaler Plattformen auf die Etablierung von Künstlerinnen und die Transformation des zeitgenössischen Kunstmarkts.