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Georgette Issa
Doktorand:in bei Prof.in Dr. Nina Zahner
CV
1994
geboren in Bazbina, Libanon
2011-2016
musikalisches Klavierstudium am Nationalen libanesischen Musikhochschulkonservatorium (Libanon)
2012-2015
Bachelorstudium in Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Soziologie und Methoden empirischer Sozialforschung an der libanesischen Universität
2017-2019
Masterstudium in Anthropologie der Religion am Institut für Sozialwissenschaften an der libanesischen Universität
2017-2019
Selbständige Klavierlehrerin
seit 2018
Freie Journalistin: Fachresort Musik und Gesellschaft
2021-2023
Vorbereitende Studien für die Promotion an der Kunstakademie Düsseldorf
seit 2023
Promotion im Fach Kunstsoziologie an der Kunstakademie Düsseldorf
2024-2025
Wissenschaftliche Hilfskraft für das Projekt DeliA an der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität-Bochum
seit 2024
Freie Kunstvermittlung im Kunstmuseum Bochum
Arbeitsschwerpunkte
Postkoloniale Analyse
Feldanalyse
Musik und Kultursoziologie
Qualitative Forschung
Veröffentlichungen
„A Critical Reaffirmation of Bourdieusian Theory“, Review of Pierre Bourdieu, Klassifikation und Kampf. Zur Aktualität der Kultursoziologie Pierre Bourdieus von Jens Kastner, in: Artis Observatio 4 (April 2025), S. 155-160
Promotionsprojekt
Musikalische Bildung im Libanon: Eine postkoloniale Analyse ihrer sozialen Geschichte
Mein Projekt zielt darauf ab, die Entwicklung der musikalischen Bildung im Libanon im Rahmen der bourdieuschen Feldtheorie zu analysieren. In diesem Sinne verwende ich die Feldtheorie zum einen, um die Institutionen der musikalischen Bildung als Feld zu konstruieren und ihren gegenwärtigen Zustand im Licht der Geschichte des Libanons zu verstehen. Zum anderen zeige ich auf, wie Elemente, die den bourdieusche Kernannahmen entgegenlaufen – wie die postkoloniale Geschichte des Libanons, die schwache Institutionalisierung der Musikausbildung und die Bedeutung der Religionszugehörigkeit für die Besetzung von Ämtern – als explizite Gesellschaftsmodel fruchtbar gemacht werden können, der Bourdieus implizites westeuropäisches Gesellschaftsmodells aufbricht und erweitert. Ziel des Projekts ist es, herauszuarbeiten, wie die bourdieusche Feldtheorie für den postkolonialen Kontext am Beispiel des Libanons angepasst und fruchtbar angewendet werden kann. Das Projekt versteht sich in diesem Sinne vor allem als Beitrag zu einer dringend nötigen postkolonialen feldbasierten Forschung und Überarbeitung der bourdieuschen Feldtheorie.