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Marley Schlarb
Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in
Didaktik der Bildenden Künste
Doktorand:in bei Prof.in Dr. Sara Hornäk
Kontakt
Veröffentlichungen: Vorträge
Schlarb, Marley (2023). Kunst(theoretische und diversitätssensible Überlegungen zu Digitaler Bildung im Rahmen einer Didaktik der Bildenden Künste. (Vortrag bei Tagung der Sozietät 2023 „Transfer und Transformation – Lehrkräftebildung im Kontext von Digitalisierung, Digitalität und Kunst“)
Schlarb, Marley (2025). Der digitale Raum als gegenderter Raum. (Einführungsvortrag bei der Tagung VISUAL EMPOWERMENT)
Veröffentlichungen: Tagungen
Schlarb, Marley (2024). VISUAL EMPOWERMENT. Schärfung geschlechtersensibler Blicke durch, in und mit Kunst im digitalen Raum. (Workshop-Tagung an der Kunstakademie Düsseldorf)
mehr Informationen unter: https://didaktik-der-bildenden-kuenste.de/visualempowerment/ [08.03.25]
Schlarb, Marley (2025). GENDERED IMAGES. Digitale Bildkultur aus kunstpädagogischer Perspektive. (Workshop-Tagung an der Adbk Nürnberg) [25.11..25]
Schlarb, Marley (geplant 2026). GENDER TROUBLE & ART EDUCATION – Vor- und Darstellung von Geschlecht und Sexualität aus kunstpädagogischer Perspektive (Workshop-Tagung an der AdbK Nürnberg)
Veröffentlichungen: Texte
Schlarb, Marley (2025). ReVision. Die Schärfung der geschlechtersensiblen Blicke durch kunstpädagogische Prozesse. In: Glockentöger, Ilke (Hg.). Förderung von Genderkompetenz in der Ausbildung von Lehrkräften.
DOI E-Book: 10.3278/9783763977789
Veröffentlichungen: Herausgeber:innenschaften
Kreysing, Anna & Schlarb, Marley (2026): „KUNST MACHT MEDIEN – Impulse zu Digitalität und Diskriminierungskritik im Kunstunterricht“, abrufbar unter: https://didaktik-der-bildenden-kuenste.de/comeartsmaterialien (externer Link)
Lehraufträge (extern)
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Wintersemester 2026/2027
S: GENDERED SCREENS – Aushandlungen von Geschlecht in digitalen Medienkulturen aus pädagogischer Perspektive
Promotionsvorhaben
Das Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Verhandlung patriarchal geprägter Sehgewohnheiten in ästhetischen Lehr-und Lernprozessen“ mit dem Untertitel „Geschlechtersensible Blicke durch, mit und in der Kunst am Beispiel ausgewählter Positionen der feministischen Avantgarde bis hin zu zeitgenössischem Netzfeminismus“ untersucht vorherrschende Blickregime und deren Auswirkungen auf Geschlechterbilder sowie Möglichkeiten, diese im Kunstunterricht kritisch zu thematisieren. Anlass zu Forschung geben dabei die negativen Folgen vorherrschender Blickregime, etwa auf weiblich-sozialisierte, queere und intersektional benachteiligte Menschen, die von Diskriminierung und Marginalisierung betroffen sind. Ausgehend von künstlerischen Positonen wie z.B. Del LaGrace Volcano, Valie Export, Arvida Bystrøm und Hanna Wilke wird die Unsichtbarmachung geschlechtlicher Vielfalt, (medien-)künstlerische, feministische Rebellion und digitalitätsbezogene Dekonstruktionen im Internet durch Netzkünstler*innen analysiert.
Im Dissertationsprojekt soll erforscht werden, wie die ästhetische Lehre als Raum genutzt werden kann, um hegemoniale Strukturen zu hinterfragen und alternative Narrative zu fördern. Verschiedene Formate des Kunstunterricht, wie Performance, Erstellung von Zines und digitalen Postern sowie malerische/fotografische Konzepte werden dabei auf die Verbindung mit geschlechtersensibler Pädagogik hin befragt. Dabei wird u.a. die Förderung von dem Zusammenhang zwischen Medien- und Genderkompetenz betont, etwa durch kritische Auseinandersetzung mit medialen Inhalten und deren Einfluss auf die Identitätsbildung.
Ziel ist es, eine geschlechtersensible Kunstpädagogik zu erforschen, die bestehende diskriminierende Strukturen sichtbar macht und Schüler*innen zu Reflexion und Emanzipation anregt, um so langfristig transformative Bildungsprozesse zu fördern.
Aktuelle Lehrveranstaltungen
Beginn 29.10.2026
Donnerstag 11.30 – 13.00 Uhr
Rh 104/Hörsaal/online
„Wer hat Angst vor Gender?“
Zur Geschichte feministischer Theoriebildung im Kontext von Kunst, Kunsttheorie und Kunstpädagogik
zusammen mit Prof.in Dr. Sarah Hornäk
Seminar mit integrierter Tagung und Workshop
Anzahl Teilnehmer*innen: max. 15 Personen
Bereits 2018 strich die ungarische Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán die Gender Studies per Regierungsdekret von der Liste staatlich anerkannter Masterstudiengänge (Regierungsdekret der ungarischen Regierung, 12.10.2018; vgl. https://www.forschung-und-lehre.de/politik/ungarns-regierung-streicht-genderstudies-1106).
Anfang 2025 unterzeichnete US-Präsident Trump die Executive Order „Ending Radical Indoctrination in K-12 Schooling“, die Konzepte, die als „diskriminierende Gleichheitsideologie“ bezeichnet werden, wie z.B. die Vorstellung struktureller Privilegien nach Herkunft oder Geschlecht, als „radikale Indoktrination“ aus Schulen verbannen soll (Executive Order, 29.01.2025; vgl. https://www.federalregister.gov/documents/2025/02/03/2025-02232/ending-radical-indoctrination-in-k-12-schooling).
Ebenfalls 2025 forderte die AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Forschung und Lehre einzustellen, die das „tradierte Verhältnis der Geschlechter verunsichern“ – insbesondere Gender-Studies-Aktivitäten, die sich affirmativ auf Judith Butlers Werk „Gender Trouble“ beziehen (Antrag der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, 04.06.2025; Diederichsen 2025).
Ausgehend von Judith Butlers 2024 erschienenem Essay „Wer hat Angst vor Gender?“ untersuchen wir im Seminar, inwiefern die von Butler nachgezeichnete vehemente Ablehnung von Gender und Gender Studies mit einem globalen Rechtsruck und dem Aufstieg autoritärer und nationalistischer Regime zusammenhängt. Vielfalt, Diversität und Inklusion stehen derzeit im Fokus politischer Angriffe auf Bildungsinstitutionen sowie auf Kunst und Kultur. Vor dem Hintergrund von Butlers Begriffsklärungen und ihrer Analyse verschiedener Kritiken und Missverständnisse beschäftigen wir uns im Seminar mit historischen und gegenwärtigen feministischen Theorien, die gesellschaftliche Transformationsprozesse einfordern, Machtverhältnisse offenlegen und sich mit Fragen von Gleichheit, Gerechtigkeit und Freiheit auseinandersetzen.
Aus fachdidaktischer Sicht stellen wir im Seminar den Zusammenhang zu künstlerischen Praktiken, bildungspolitischen Fragen und kunstpädagogischen Konzepten her.
Das Seminar umfasst die Teilnahme an einer von der inter-disziplinären Forschungsgruppe „Feministische Kunsttheorie“ konzipierten Tagung zum Thema „Formate, Strukturen und Materialien – Schnittstellen von Kunst und Feminismus“ am 04.12.2026 sowie an einem von Canan Tercan organisierten Workshop mit dem Künstlerinnenkollektiv Radikale Töchter am 10.12.2026.
Zu Beginn des Semesters steht ein Semesterapparat zur Verfügung.
Bitte melden Sie sich bis zum 08.10.2026 verbindlich an unter:
Regelmäßige aktive Teilnahme und Übernahme einer kurzen Seminarsequenz und ggf. Hausarbeit.
Termine:
Do. 29.10.2026, 11.30 – 13.00 Uhr, Rh 104
Do. 12.11.2026, 11.30 – 13.00 Uhr, Rh 104
Do. 26.11.2026, 11.30 – 13.00 Uhr, Rh 104
Fr. 04.12.2026, 10.00 – 18.00 Uhr, Tagung, Hörsaal
Do. 10.12.2026, 11.30 – 13.00 Uhr, Rh 104,
und 16.00 – 18.30 Uhr, online, Seminar und Workshop
Do. 07.01.2027, 11.30 – 13.00 Uhr, Rh 104
Frühere Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2025/2026
S: #brainrot #POV #inspo: (Pop-)kulturelle Bildung im Kunstunterricht
Sommersemester 2025
S: PORNIFICATION – Sexuelles Begehren der Mainstreamkultur aus differenzsensibler, kunstpädagogischer Perspektive
S: „DIRTY GIRLS“- Mediale Rebellionen des (Pop)-feminismus aus kunstpädagogischer Perspektive
Sommersemester 2024
S: WHAT’S THE MALE GAZE? Blickregime aus feministischer Perspektive
S: HYPE ME UP! – Feministische Perspektiven auf digitale Selbstkonzepte