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Jun.-Prof.in Dr. Sarah Borree (Vertretung)
Architekturtheorie/-geschichte
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Curriculum Vitae
2002 – 2009
Studium der Architektur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, Virginia Tech/WAAC, USA, und Bauhaus-Universität Weimar
2009
Diplomabschluss in Architektur, Bauhaus-Universität Weimar
2010
Kuratorische Assistenz, Deutsches Architektur Zentrum, Berlin, Deutschland
2011
Mitglied des Redaktionsteams der ARCH+ Zeitschrift für Architektur und Städtebau, Berlin
2012
Assistentin für Informationsmanagement und Recherche, Canterbury Earthquakes Royal Commission, Christchurch, NZ
2013
Rechercheassistenz, University of Canterbury, Christchurch, NZ
2013 – 2019
Promotionsstudium in Cultural Studies an der University of Edinburgh, Edinburgh School of Architecture and Landscape Architecture (ESALA), UK – Promotionsstipendium der School of Humanities and Social Sciences
2015 – 2017
Academic Tutor in Architekturtheorie, University of Edinburgh, UK
2019
Promotion an der University of Edinburgh, UK
Dissertation: Architecture and Photography: Disruptions in the Politics of Architectural Meaning Making 1925-1960
2019
Lehrbeauftragte an der Universität Kassel, Architekturtheorie
2020-2024
Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) Goethe-Universität Frankfurt, LOEWE Schwerpunkt ‘Architekturen des Ordnens’
2025 – 2026
Lehrbeauftragte an der Goethe-Universität Frankfurt, Architekturgeschichte und Medienwissenschaften
2024 – 2025 und seit 2026
Vertretung der Juniorprofessur in Architekturtheorie und -geschichte, Kunstakademie Düsseldorf
Arbeitsschwerpunkte
Architekturgeschichte und -theorie des 19. und 20. Jahrhunderts
Medien und Prozesse der architektonischen Wissensproduktion
Kulturwissenschaftliche Theorien
Quellen und Methoden der Architekturforschung
Architektur und Fotografie
Visuelle Kulturen
Aktuelle Forschungsprojekte
The Hidden Knowledge Production in Architectural Photography Collections
Leftovers of Brutalist Possibilities in Seoul: Capturing Sewoon Sangga (Buchprojekt)
Visual Culture and Architectural Histories
Koloniale Medienkulturen – Konstruktionen von Architektur, Natur und Gender in der Kolonie und Heimat
Publikationen
Buchpublikationen
mit Stephanie Knuth und Moritz Röger, (Hrsg.), Metaphorical Practices in Architecture: Metaphors as Method and Subject in the Production of Architecture, London: Routledge, 2023.
Peer-reviewed Artikel
“Shifting the Site of Architectural Experience: Reflections on Photography in Der Baumeister,” in: The Journal of Architecture, 27 (2022), 420-440 [externer Link].
“Negotiating the Status of Architectural Photographs,” in: Bitácora Arquitectura, 41 (2019), 30-37 [externer Link].
Buchkapitel
„Defying Standards While Fitting In: On Feminist Strategies in Exhibitions, Buildings and Architectural Publicities“, in: Ioanna Piniara: The Housing Question is a Feminist Question: Housing Commons for the „New Women“ of the German Werkbund, Weimar: mbooks, 2026, 81-97.
„Architecture Caught in Metaphorical Reference“, in Carsten Ruhl und Dietrich Erben: Reference and Contemporaneity in Architecture: Techniques for Designing the Present Needs, Bielefeld: transcript, 2025, 293-306.
“Unpacking the Archival Box: Heinz Raschs fotografischer Nachlass als Herausforderung für die Architekturforschung”, in: Der konstruierende Blick: Fotografisches Entwerfen in der Architektur, Berlin: Schlaufen Verlag, 2023, 57-72.
“Ansichtssache: Über die Auswirkung und den Einfluss der Fotografie auf die Architekturrezeption und -gestaltung”, in: Nach dem Bauhaus: Geschichte und Fotografien des Neuen Bauen in Erfurt, ed. Iris Engelmann, Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität Weimar: 2009, 49-64.
Herausgeberschaften
mit Laura Bowie and Nikolia Kartalou,, “Format Matters.” Themed issue, EAR – Edinburgh Architecture Research 36, (Winter 2020) [externer Link].
Beiträge in Peer-Reviewed Conference Proceedings
“A Photograph is a Photograph is a Photograph: Images in Der Baumeister 1927-1933.”, Inter = Photography & Architecture, Pamplona, 2.-4. November 2016, 34-43. Pamplona: Servicio de Publicaciones Universidad de Navarra [externer Link].
“Contested Rights: Architectural Photographs as Precarious Objects.”, Photography & Modern Architecture, Porto, 22.-24. April 2015, 100-111. Porto: Centro de Estudos Arnaldo Araújo [externer Link].
Rezensionen
Visual Culture and Post-War Reconstruction, review of Photography, Reconstruction and the Cultural History of the Postwar European City, by Tom Allbeson, in: Architectural Theory Review, (2024), erscheint im Druck 2025, (https://doi.org/10.1080/13264826.2024.2334146).
Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne, by G. Breuer (ed.), in: The Journal Of Architecture, 21/6, (2016), 981-985 [externer Link].
Andere Veröffentlichungen
„Studentische Spurensuche in den Gründungsakten”, Blogeintrag zu studentischem Forschungsprojekt [externer Link] (zuletzt aufgerufen: 6. Mai 2024).
„Fallstudie Köln – Liebe Deine Stadt“, in: ARCH+ 203 (2011), 142-143.
mit Anh-Linh Ngo, „Fallstudien: Moderne – Barcelona-Pavillon, Alltag – House and Reparatur – Museum für Naturkunde Berlin“, in: ARCH+ 203 (2011), 40-51.
mit Nicole Opel, Polina Goldberg, Ronny Schüler und Dorit Schneider, „Zeitleiste Migration“, in: ARCH+ 201/202 (2011), 84-91.
Tagungsorganisation und wissenschaftliche Tätigkeiten
2026
What is/was Architectural Theory? Revolution, Crises, and the Hope for New Foundations in 1967. Updating the Conference by Oswalt Mathias Ungers on Architectural Theory from 1967, Deutsches Architekturmuseum (DAM), 12.-13. November 2026, als Mitglied des CCSA (Center for Critical Studies in Architecture)
seit 06/2023
Editorin der Buchreihe Architekturen des Ordnens/CCSA Topics
seit 2013
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften
2024
„Leftovers of Brutalist Possibilities in Seoul: How to Capture Sewoon Sangga?“, internationaler Workshop, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland, 4.-5. Oktober 2024, mit Chris Dähne und Rembert Hüser
01/2020 – 10/2024
Gleichstellungsbeauftragte, LOEWE-Schwerpunkt „Architekturen des Ordnens“, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland
2020
„Architecture_Metaphor“, internationale Konferenz, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland, (virtuell wegen Covid-Pandemie), mit Carsten Ruhl, Rembert Hüser, Stephanie Knuth und Moritz Röger, 5.-7. November 2020
2017 – 2020
Editorial Board, EAR – Edinburgh Architecture Research, Peer-reviewed Graduate Journal, University of Edinburgh, UK
Aktuelle Lehrveranstaltungen
Beginn 15.10.2026
Donnerstag 11.00 – 12.30 Uhr
Rh 405
Maßstäblichkeiten
In diesem Seminar betrachten wir Maßstäblichkeit als ein grundlegendes Konzept architektonischen Denkens und Handelns mit kultureller, politischer und methodischer Relevanz. In diesem Kontext verknüpfen wir konkrete räumliche Dimensionen mit Fragen danach, wie verschiedene Maßstäblichkeiten Sichtweisen strukturieren, das Verständnis von Architekturen prägen und Wirklichkeiten erzeugen. Wie bringen Abstraktion, Detaillierung und Übersetzung unterschiedliche Architekturen und räumliche Vorstellungen hervor? Was wird dadurch lesbar und was gerät aus dem Blick?
Im Verlauf des Semesters bewegen wir uns zwischen verschiedenen theoretischen Positionen, methodischen Ansätzen sowie räumlichen Formaten: vom Modell zum Bauwerk, vom Mobiliar zu utopischen Großbauten, von Einfamilienhäusern zu Landschaften, vom Plan zur Planstadt und von ruralen Räumen zu globalen Infrastrukturen. Darüber hinaus ist ein Besuch der neu überarbeiteten Dauerausstellung des Deutschen Architektur-museums (DAM) in Frankfurt am Main geplant. Dabei betrachten wir die Ausstellung selbst als eine Form architektonischer Darstellung und Wissensproduktion, die mit einer spezifischen Maßstäblichkeit und der Übersetzung zwischen unterschiedlichen Maßstabsebenen verbunden ist. Der Termin hierfür wird im Seminar festgelegt.
Ein Seminarplan mit Details zu den einzelnen Sitzungen wird in der Auftaktsitzung vorgestellt. Hier besprechen wir auch die Formate der Seminar- und Abgabeleistungen.
Freitag 10.00 – 17.00 Uhr
Online und Rh 104
Third Places. Zwischen Bürgersteig, Badesee und Käsetheke
Blockseminar
zusammen mit Prof.in Dr. Nina Zahner
›Badeseen, Käsetheken, Kneipen, Bürgersteige sind die Dorflinden der Gegenwart‹ (Peter Praschl). Der amerikanische Soziologe Ray Oldenburg bezeichnete sie als ›Third Places‹. Das Seminar nimmt diese ›dritten Orte‹ zwischen Zuhause (first space) und Arbeit (second space), die allen offenstehen und an denen Menschen beiläufig miteinander in Kontakt kommen, in den Blick. Wir wollen uns ethnografisch forschend den Orten des gesellschaftlichen Lebens widmen, wo Menschen sich zufällig begegnen: Bürgersteigen, Plätzen, Cafés, Bibliotheken, Schwimmbädern etc. Denn diese Orte gelten heute als wichtiges Bindegewebe einer demokratischen Gesellschaft.
In den vergangenen Jahren sind Third Places deshalb zu einem Leitbild der Stadt- und Regionalentwicklung geworden. Kommu-nen, Kulturpolitik und Förderprogramme aber auch Architektur-schaffende versuchen gezielt, Orte der Begegnung herzustellen oder bestehende zu stärken. Doch lassen sich solche Nutzungen und spontane Begegnungen überhaupt planen? Welche räumlichen, sozialen und kulturellen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit aus einem Ort tatsächlich ein Third Place wird?
Das Seminar nähert sich diesen Fragen mit ethnografischen Methoden. Durch teilnehmende Beobachtung, Gespräche und eigene Feldforschung untersuchen wir Third Places des
Alltags und analysieren, wie dort Öffentlichkeit, Gemeinschaft und Zusammenhalt entstehen – oder eben auch nicht.
Die einzelnen Forschungsvorhaben werden im Seminar konti-nuierlich individuell begleitet. Auch die Erstellung des Forschungsberichts wird durch eine intensive Betreuung unterstützt.
In dieser Veranstaltung kann ein Leistungsnachweis für Architekturtheorie und -geschichte oder Soziologie erworben werden. Voraussetzung für einen Scheinerwerb ist eine regelmäßige Teilnahme. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Termine:
Fr. 20.11.2026, 10.00 – 17.00 Uhr, Rh 104
Mi. 02.12.2026, 10.00 – 17.00 Uhr, Rh 104
Fr. 18.12.2026, 10.00 – 13.00 Uhr, online
Frühere Lehrveranstaltungen
Sommersemester 2026
S: Architektur – Natur – Krise: Vom Naturkundemuseum zum Anthropozän
S: Architekturgeschichten erzählen: Methoden, Materialien und Marginalisierung
S: Architektur_Fotografie
S: Architektur und Stadt im Kolonialismus
Wintersemester 2024/2025
S: Erlebte Räume: Erfahrung, Kontext und Repräsentation
S: Postmoderne im Spannungsfeld von Architektur, Kultur und Museum