Marley Schlarb

Promotionsvorhaben:


Das Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Verhandlung patriarchal geprägter Sehgewohnheiten in ästhetischen Lehr-und Lernprozessen“ mit dem Untertitel „Geschlechtersensible Blicke durch, mit und in der Kunst am Beispiel ausgewählter Positionen der feministischen Avantgarde bis hin zu zeitgenössischem Netzfeminismus“ untersucht vorherrschende Blickregime und deren Auswirkungen auf Geschlechterbilder sowie Möglichkeiten, diese im Kunstunterricht kritisch zu thematisieren. Anlass zu Forschung geben dabei die negativen Folgen vorherrschender Blickregime, etwa auf weiblich-sozialisierte, queere und intersektional benachteiligte Menschen, die von Diskriminierung und Marginalisierung betroffen sind. Ausgehend von künstlerischen Positonen wie z.B. Del LaGrace Volcano, Valie Export, Arvida Bystrøm und Hanna Wilke wird die Unsichtbarmachung geschlechtlicher Vielfalt, (medien-)künstlerische, feministische Rebellion und digitalitätsbezogene Dekonstruktionen im Internet durch Netzkünstler*innen analysiert.

Im Dissertationsprojekt soll erforscht werden, wie die ästhetische Lehre als Raum genutzt werden kann, um hegemoniale Strukturen zu hinterfragen und alternative Narrative zu fördern. Verschiedene Formate des Kunstunterricht, wie Performance, Erstellung von Zines und digitalen Postern sowie malerische/fotografische Konzepte werden dabei auf die Verbindung mit geschlechtersensibler Pädagogik hin befragt. Dabei wird u.a. die Förderung von dem Zusammenhang zwischen Medien- und Genderkompetenz betont, etwa durch kritische Auseinandersetzung mit medialen Inhalten und deren Einfluss auf die Identitätsbildung.

Ziel ist es, eine geschlechtersensible Kunstpädagogik zu erforschen, die bestehende diskriminierende Strukturen sichtbar macht und Schüler*innen zu Reflexion und Emanzipation anregt, um so langfristig transformative Bildungsprozesse zu fördern.