Beginn 30.04.2025
Mittwoch 12.30 - 14.00 Uhr
Rh 405

S: "A picture of war is not war. Images of violence are not like the violence of images. (H.Steyerl, 2004)“ – Kritische Bilder und Kunstunterricht


In den sozialen Medien entfalten rechte Bewegungen ihre Wirkungsmacht. Bilder spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie dienen nicht nur als Mittel politischer Kommunikation, sondern werden gezielt zur Manipulation eingesetzt. Die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion verschwimmen zunehmend. Diese Entwicklung hat die Künstlerin Hito Steyerl bereits in ihrer Arbeit November (2004) antizipiert. In ihrem essayistischen Videofilm reflektiert sie, wie Bilder nicht nur Realität abbilden, sondern sie aktiv mitgestalten – eine Thematik, die in Zeiten digitaler Bildkulturen und politischer Propaganda relevanter denn je ist. In ihrer Arbeit überlagern sich Fiktion und Dokumentation, wodurch sie eindrücklich veranschaulicht, wie Bilder politische Narrative formen können. Damit wirft sie die zentrale Frage auf, die unser Seminar leitet: Wie lässt sich in einer Zeit, in der Bilder nicht nur die Welt abbilden, sondern ein Teil von ihr sind, eine kritische Distanz wahren – und aus genau dieser Distanz heraus künstlerisch auf sie reagieren?
Ausgehend von Steyerls künstlerischer Praxis und ihren theoretischen Überlegungen (Die Farbe der Wahrheit. Dokumentarismen im Kunstfeld, 2008) setzen wir uns mit weiteren zeitgenössischen künstlerischen Positionen auseinander, darunter Milo Rau, Forensic Architecture und dem Zentrum für Politische Schönheit. Wir untersuchen, inwiefern künstlerische Prozesse und Handlungen als Momente kritischer Bildproduktion verstanden werden können – als Praktiken, die Wahrnehmungsmuster hinterfragen, Ambivalenzen zulassen und alternative Perspektiven eröffnen.
Im Seminar wollen wir an Steyerls Gedanken anknüpfen und gemeinsam diskutieren, welche Rolle der Kunstunterricht in einer zunehmend medial gesteuerten Gesellschaft spielt. Wie können Sie als angehende Kunstlehrer*innen Räume schaffen, in denen Schüler*innen lernen, mit der Macht der Bilder umzugehen – nicht nur als Konsument*innen, sondern als aktive Gestalter*innen einer kritischen Bildpraxis? Dabei knüpfen wir auch an die in den 1970er-Jahren entstandene, politisch motivierte kunstpädagogische Strömung der „Visuellen Kommunikation“ an und denken diese weiter. Sie löste sich von der Kunst als reinem Unterrichtsgegenstand und stellte stattdessen mediale und alltägliche Bildwelten sowie deren kritische Reflexion in den Mittelpunkt des Kunstunterrichts. Wie könnte jedoch eine zeitgemäße kunstpädagogische Praxis aussehen, die aus der Kunst heraus gedacht und im Sinne einer ästhetisch-politischen Bildung junge Menschen dazu befähigt, sich aktiv, forschend und experimentierend – und nicht nur rezeptiv - mit den Herausforderungen der Gegenwart auseinanderzusetzen? Exemplarisch werden wir neben einer theoretischen Annäherung an die Thematik auch gestaltungspraktisch arbeiten und künstlerische Übungen entwickeln, die wir im Seminar gemeinsam erproben und reflektieren.

Anmeldung bitte bis zum 20.04.2025 unter Canan.Tercan@kunstakademie-duesseldorf.de

Beginn 08.05.2025
Donnerstag 09.00 - 11.00 Uhr
Rh 104

S: Schöne Aussichten - Perspektiven fürs Lehramt


zusammen mit Dr. Anna Kreysing

„Will ich Künstler*in werden oder Kunstlehrer*in - oder kann ich beides sein? Was hat meine eigene künstlerische Arbeit mit Kunstpädagogik zu tun? Was bedeutet es eigentlich, Kunst zu unterrichten?“
Das mit dem Studium einhergehende Berufsziel der Kunstlehrkraft wirft viele Fragen auf: Kann ich als Kunstlehrkraft weiterhin künstlerisch arbeiten? Wie können die Erfahrungen des Kunststudiums für den Kunstunterricht genutzt werden? Welche Freiräume bietet der Kunstunterricht? Was erwartet mich im Referendariat? Wie sind die Einstellungschancen eigentlich?
Das Seminar „Schöne Aussichten – Perspektiven fürs Lehramt“ widmet sich diesen und weiteren Fragen und bietet Raum für Austausch, Reflexion und Orientierung. Ziel ist es, realistische und positive Perspektiven auf die Kunstpädagogik und den Beruf als Kunstlehrer*in zu eröffnen, Unsicherheiten abzubauen und die Lust auf das Lehramt durch Einblick in seine tatsächlichen Potenziale zu stärken.
Gemeinsam thematisieren wir die gesellschaftliche Relevanz des Kunstunterrichts und erörtern, wie ästhetische Bildung zur gesellschaftlichen Handlungsfähigkeit beitragen kann.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die immer wiederkehrende Fragestellung: Wie lässt sich aus der eigenen künstlerischen Position heraus schon im Studium eine kunstpädagogische Haltung entwickeln?
Neben der gemeinsamen Lektüre und Diskussion fachdidaktischer Texte, die sich u.a. mit dem Spannungsfeld von Kunst und Pädagogik beschäftigen, werfen wir gemeinsam einen Blick auf die zentralen Vorgaben des Faches Kunst und erörtern die Spielräume, die sie für experimentelles und subjektorientiertes Arbeiten eröffnen. 
Ergänzend dazu bereichern engagierte Lehrkräfte aus der Schulpraxis, sowie Fachleiter*innen das Seminar mit wertvollen Einblicken in ihre kunst(-pädagogische) Praxis.

Eine aktive Teilnahme am Seminar (u.a. Vor- und Nachbereitung des Seminars, Übernahme eines Referats) wird vorausgesetzt. Eine Literaturliste wird Ihnen nach der Anmeldung zur Verfügung gestellt.

Dieses Seminar richtet sich an Lehramtsstudierende ebenso wie an Studierende der Freien Kunst, die sich für den Beruf der Kunstlehrkraft interessieren.

Anmeldungen bitte an: anna.kreysing@kunstakademie-duesseldorf.de

Termine:
jeweils donnerstags ab 08.05.2025 von 09.00 - 11.00 Uhr außer am 15.05 und 05.06.2025

Beginn 02.05.2025
Freitag 13.00 - 17.00 Uhr
Rh 104

K: Kunst lehren und lernen: Vorbereitung auf das Praxissemester (Vorbereitungsseminar Praxissemester)


zusammen mit Prof.in Dr. Sara Hornäk

Blockseminar

Dieses Blockseminar dient der gezielten Vorbereitung auf das kommende Praxissemester, das in Kooperation mit der Kunstakademie an einer Schule durchgeführt wird. Im Fokus steht die Entwicklung einer offenen, experimentierfreudigen und zugleich kritisch-reflektierten Haltung gegenüber ästhetisch-künstlerischen Lehr- und Lernprozessen im schulischen Kunstunterricht.  Wir setzen uns mit zentralen kunstpädagogischen Themen sowie mit didaktischen Fragestellungen auseinander. Anhand konkreter Praxisbeispiele, kunsttheoretischer Ansätze und eigener Erfahrungen im schulischen sowie künstlerischen Bereich werden aktuelle Entwicklungen und Diskurse im Bereich des ästhetisch-künstlerischen Lernens und Lehrens betrachtet und reflektiert.  Darüber hinaus erarbeiten wir gemeinsam Methoden und Grundlagen für die Planung und Beobachtung von Kunstunterricht, die ein künstlerisch-ästhetisches Lernen ermöglichen.

Eine Literaturliste wird nach erfolgter Anmeldung zur Verfügung gestellt.

Anmeldung bitte bis zum 15.04.2025 unter canan.tercan@kunstakademie-duesseldorf.de

Wintersemester 2024/2025

S: Der Klassenraum als Ort politisch-kultureller Orientierung und ästhetischer Sinnstiftung?
Kunstunterricht in Zeiten globaler Herausforderungen
Vorbereitung auf das Praxissemester
S: Ästhetisch Lehr- und Lernprozesse beforschen, planen und reflektieren
Begleitseminar zum Praxissemester

Sommersemester 2024

S: Künstlerisch-ästhetische Lern- und Lehrprozesse initiieren, begleiten und reflektieren
Vorbereitung auf das Praxissemester

Wintersemester 2023/2024

S: „Von der künstlerischen zur kunstpädagogischen Praxis“.
      Seminar zur kunstpädagogischen und – didaktischen Vorbereitung auf das Praxissemester
S: Experimentierfeld: Kunstunterricht" Begleitseminar zum Praxissemester